Futterhäusle und Nistkastenkamera

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Ich hab mich bisher eigentlich nie um unsere Vögel im Garten gekümmert, da waren immer hauptsächlich Amseln, Spatzen und Meisen. Alle recht langweilig anzuschauen, farblos, bleiben nicht mal ne Sekunde ruhig sitzen. Ich bin auch nie auf die Idee gekommen, einen Vogel zu fotografieren, geschweige denn zu filmen. Halt! Doch, ein Mal hab ich ein Amselnest mit meiner Osmo gefilmt, das war beeindruckend.

Dann habe ich auf ein Holzbrett 15 halbe Nussschalen geschraubt, sie mit Kokosfett gespickt mit Walnusssplittern gefüllt und das hat die Vögel angezogen. Das Teil war ständig leer, und es wurde langsam auch bunter. Blaumeisen, Kohlmeisen, Rotkehlchen, Zaunkönige (die können unglaublich toll singen) sogar ein Buntspecht und ein paar Eichhörnchen waren da dran.


Und dann hab ich Katie Kreen aus Amerika in YouTube entdeckt, die einfach ihre Kamera auf einen Holzbalken am Balkon stellte und unglaubliche Videos von unfassbar schönen, bunten, Amerikanischen Vögeln in ihrem Garten machte. Also wie sie Körner fressen und sich darum streiten. Ich hab sie mal gefragt, mit welcher genialen Kamera sie da filmt, da schrieb sie: Mit einem iPhone! Unfassbar.

Schaut mal bei ihr rein:


https://www.youtube.com/@Katiekreen

Also, hab ich mir – trotz unserer relativ langweiligen schwäbischen Vögel – bei den Kleinanzeigen ein Vogelfutterhaus mit Kamera von Lollyes gekauft. Hat 50 Euro gekostet.

Hab das an eine Palisade geschraubt, hab nach vielen Anläufen die Kamera zum Laufen gebracht, und hab auch gleich ein paar Meisen filmen können. Die hatte auch einen genialen Bewegungsmelder.

Ganz stolz hab ich dann am zweiten Abend meinen Geschwistern beim Abendessen meine Live-Aufnahmen gezeigt, Infrarot natürlich, weil es schon dunkel war, und was saß im Futterhaus? Eine ausgewachsene Ratte!

Dann hab ich was neues entdeckt! Einen Nistkasten mit Kamera. Eine tolle Firma. Green Backyard heißt sie! Hat auch unglaublich viele Tutorials und Videos auf der Homepage. Also, Kleinanzeigen beobachtet, und irgendwann einen Green Backyard Nistkasten erstanden, unbenutzt, und einfach mal aufgehängt. Ich glaube, das war so im September. Keine Meise hat sich dafür interessiert. Dann kam eine ebenfalls gebrauchte Green Backyard Kamera dazu, ich hab Kabel und Verteilerkasten (wasserdicht) im Garten verlegt,

und die Kamera installiert. Kurze Zeit später war tatsächlich die erste Kohlmeise drin und hat sich immer mal umgeschaut. Nach einer Woche kam sie dann regelmäßig wie eine Uhr um da drin zu übernachten. Sie hat diesen Nistkasten als Winterquartier angenommen, und schläft seit 3 Wochen jede Nacht da drin.

Screenshot

Es ist ein Weibchen, und sie hat auch einen Partner, mit dem sie tagsüber rum fliegt, aber er darf nicht mit im Häusle übernachten, obwohl da locker für beide Platz wäre. Die Kamera ist rund um die Uhr online und zeichnet auf, sobald die Meise durch das Loch schlüpft.

Das ist fast immer zur gleichen Zeit. Gegen 16.30 checkt sie ein, macht bissle Abendtoilette, dann plustert sich sich auf, wir haben ja grad Ende November, und dann schläft sie bis morgens um 7.30, sieht dabei aus, also ob sie eine Daunendecke anhätte, das sind die Daunenfedern, die sie irgendwie aufstellt, um darin Luft zu speichern, damit sie sich warm hält. Es ist richtig toll, das mal live zu beobachten, auch wenn sich momentan eigentlich nichts ändert.

Aber irgendwann im Dezember oder im Januar wird sie hoffentlich mit dem Nestbau anfangen, und dann wird’s wieder interessant. Darauf freu ich mich schon. Das Geniale an der Kamera ist, dass man den Focus verstellen kann, also hat man immer scharfe Aufnahmen und Videos. Und man stört die Tiere nicht, da die Kamera nachts mit Infrarot-LEDs filmt, tagsüber ohne. Das Haus hat an der Seite ein großes Loch, abgedeckt mit einer Plexiglasplatte, damit auseichend Licht reinkommt.
Also, ich bleibe dran und werde weiter berichten. Ich hab auch schon einen Livestream am Start, sobald Edda (so heißt die Dame) anfängt, ein Nest zu bauen, gehe ich online auf YouTube.
Bis dahin: Stay tuned!

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